Puno Titicacasee Peru
Wir kommen morgens um 5 Uhr mit dem Nachtbus in Puno an. Der Ort am Titicacasee liegt nicht nur höher als die Städte, die wir bisher besucht haben, es ist auch unser Sprungbrett nach Bolivien.
Bei der Einfahrt um 5 Uhr in die Stadt ist bereits jeder auf den Beinen. Die Stadt ist praktisch ein einziger Markt und es ist bitterkalt.


Auf dem Parkplatz des Busterminals steht ein komplett zerstörter Bus, der sich wohl überschlagen hat.


Wir laufen zur Unterkunft und zum Glück dürfen wir schon rein, obwohl es erst 6 Uhr ist. Natürlich haben auch die Wohnungen hier keine Heizungen. Das ist nicht üblich in Peru. Egal wie kalt es ist.
Wir verkriechen uns unter unseren Lamadecken und schlafen erst einmal ein. Es fühlt sich an wie zelten im Winter. Puno ingesamt fühlt sich an wie ein sehr hartes Leben.

Gegen 13 Uhr machen wir uns auf zum Hafen. Online kann man Touren zu den schwimmenden Inseln des Volkes buchen, die 60 Dollar pro Person kosten. Am Hafen zahlen wir 2,49 Euro für das Schiff und 1,99 Eintritt. Wie immer: Schön blöd, wer meint Touren von zuhause buchen zu müssen. Wir tuckern hinaus und ich während das Boot durch einen Schilffreien Kanal inmitten des Sees fährt, fühle ich mich ein wenig wie zuhause.
Allerdings sind die Vögel hier anders. Enten kleiner als die Hand, bunte Vögel und vom Deck aus sehen wir bereits die schwimmenden Inseln, die sich wie eine Kette von einer Seite zur anderen ziehen. Wegen des Klimawandels hat der Titicacasee seinen tiefsten Stand erreicht und einige Bereiche fallen trocken.















Wir besuchen eine Insel, bekommen eine kurze Einleitung und sind erstaunt, dass das was schwimmt gar nicht das Schilf ist, sondern eine untere Schicht aus … wir haben es nicht ganz verstanden … Erde?. Die wird mit Pflöcken im Boden verankert, um nicht nach Bolivien abzutreiben. Nur oben drauf werden in verschieden Richtungen Schilf gelegt, so dass das ganze durch Reibung zusammenhält. Die Bewegungen auf dem Wasser nimmt man fast gar nicht wahr. Für die Touristen gibt es noch Hütten aus Schilf. Viele andere Häuser sind aus moderneren Materialien.













Erleichertert erkennen wir, dass es heute kleine Hygienepontons gibt, die praktisch an jeder Insel angedockt sind und oben einen Wassertank und unten einen Abwassertank haben. Auch die Schulen sind eher schwimmende Pontons, die zwischen den Inseln verankert sind, auf denen immer ca 4 Familien leben.
Und man glaubt es kaum: Selbst hier findet Ute eine Katze.
Auch wenn vieles hier nun auf Tourismus ausgelegt ist, leben noch immer 1500 Personen auf den Inseln, die größtenteils nicht besucht werden können.








Wir sparen uns einen Fahrt auf einem der Schilfboote, die mit Touristen überladen werden und von einem Motorboot geschoben zum nächsten maßlos überteuerten Restaurant geschubst werden.
Trotzdem ist es ein nettes Erlebnis hierher gefahren zu sein.



Abends streifen wir über die Märkte. Essen in einem chinesischen Restaurant, was in Südamerika nie chinesisch heißt, sondern eben auch Peruanisch mit Nudeln.
Am nächsten Tag werden wir nach Bolivien fahren. Das Land. auf das wir uns am meisten freuen…









Bolivien - Copacabana
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