2020,  Unterwegs

Höhle von Hundidero

und der andere Ausgang mit Namen Katzenhöhle

Wie wir schon oft beschrieben haben, fahren wir so gut wie nie nach Empfehlung, weil das “Abhaken” oder gar eine Bucketlist niemals das gleiche Erleben bietet wie das Entdecken.

So in etwa ist uns das hier mit dieser unfassbaren Höhle passiert: Wir hatten nur nach einem Übernachtungsplatz ausserhalb von Ronda gesucht und sind im Stockdunkel an einer kleinen Feldwegeinfahrt angekommen.
Das Stöbern in den Bewertungen auf dem Weg dorthin wies immer wieder auf eine “ganz nette Höhle” zu der man wandern könnte.

Als wir am nächsten Tag aufstanden und vor uns ein Auto parkte aus dem Wanderer stiegen, entdeckten wir als erstes eine trockene Staudammmauer. Diesesmal war meine Neugier geweckt und ich erfuhr, dass hier mal ein grosser Staudamm geplant war, der in den 50ern auch errichtet wurde, das Wasser aber einfach durch den porösen Felsen vorbeifloss, bis es aufgegeben wurde. 1:0 für die Natur. Auch selten.

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“Wollen wir einen kleinen Spaziergang zur Höhle machen?”
Ja warum nicht. Als wir nach einigen Serpentinen oberhalb des Staudamms ankommen, finden wir den Weg zur Höhle nicht und wollen gar nicht weiter gehen. Aber näher ran an den Staudamm würden wir schon gerne und genau dadurch finden wir den Abstieg. Ein kleiner Pfad, der leicht zu übersehen ist, führt neben der Info Tafel am Staudamm vorbei in ein unglaublich grünes Tal. Eine Schlucht. Oben auf den Felsen haben wir zum ersten mal Geier sitzen statt fliegen sehen und viele Raben kreisten lautstark in der Schlucht.
Ein Rabe beugte sich immer wieder über die Mauer einer dachlosen Ruine und brüllte hinein.

Wir überlegten noch einmal, ob wir wirklich soweit hinabsteigen wollten, so wichtig war die Höhle ja auch nicht, aber unserer Erfahrungen der letzten Monate hatte uns gezeigt, dass es sich eigentlich immer gelohnt hatte, Mühen auf sich zu nehmen, statt bequem zurück zu gehen und so machten wir uns an den Abstieg und bereits das Tal war wie aus einer anderen Welt. Die Wanderer, die heute morgen gekommen waren, sahen wir als kleine Punkte und sie kamen uns entgegen, als wir fast unten waren, so dass wir vollkommen allein am Grund der Schlucht ankamen.

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Und dann lag er vor uns. Der unfassbare riesige Eingang zur Höhle, der sich vor den unglaublichen Höhlen in Phong Nha Vietnam nicht verstecken braucht. Obwohl viel Grünzeig ein Foto auf die unfassbaren Dimensionen verhindert, erahnt man mit dem Blick bereits was für ein gewaltiger Eingang mit 60 Metern Höhe und mindestens 25 Metern breite vor dir liegt.
Als wir eintraten flogen hunderte von Tauben, Raben und anderen Vögeln in kleine Höhlen in der Decke der Höhle. Ein unglaubliches Gewusel, das wirkt als sei man in einer Dokumentation der Vorzeit gestrandet. Die Höhle erstreckt sich in der Breite einer Schnellstraße unendlich fort.
Das Höhlensystem ist 4 km lang, bzw 8 km. Aber in 4 km Entfernung kommt dieser unterirdische Fluss nach etlichen Biegungen, 25 unterirdischen Seen, von denen einige durchschwommen werden müssen wieder raus. Und zwar in der Katzenhöhle. Man kann auch geführte Touren buchen. Ansonsten darf man nicht rein.

In schwindelerregender Höhe auf dem Dach der Höhle fährt hier die Serpentinenstraße, auf der man durch ettliche Dörfer zur Katzenhöhle kommt, deren Eingang nicht so spektakulär ist, aber einen wunderbar schönen türkisen See vor ihrem Ausgang zu bieten hat und die Unmengen an Besuchern anzieht.
Nur um keine Enttäuschung hervorzurufen. Der Ausgang heißt Cueva del Gato, weil der Ausgang aussehen soll wie ein Katzenkopf, nicht weil hier Katzen leben. Wir haben aber auch den Katzenkopf nicht erkannt.



Auch unser Eingang scheint normalerweise viele Besucher zu haben, wenn auch bei Weitem nicht so viele wie der andere bequeme Ausgang. Denn als wir wieder hoch stiegen kamen uns viele viele Wanderer entgegen und uns wurde klar, dass wir uns glücklich schätzen konnten, vorher nichts von der Dimension der “ganz netten” Höhle geahnt zu haben, die dadurch unfassbar gigantisch auf uns wirkte und dass wir dort auch noch ganz alleine waren.

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