2019-2023,  2023,  Peru,  Südamerika,  Tipps,  Unterwegs

Machu Picchu – spontan und mit kleinem Budget

Machu Picchu ist sowas wie Ankor Wat. Ein Ort, den jeder gesehen haben möchte. Zu Recht. Allerdings hat das zu Phantasiepreisen geführt, bei denen man sich kaum vorstellen kann, dass so viele Leute bereit sind diese zu zahlen. Besonders der Zug, der angeblich von einem chilenisch-britischem Unternehmen geleitet wird und die einzige Anreisemöglichkeit ist, ruft inzwischen stattliche 120Dollar von Ausländern auf. Die einzige Anreisemöglichkeit? Nein. Abgesehen von der Wanderung auf dem Inkatrail und anderen, die aber auch mehrere hundert Dollar kosten, gibt es durchaus auch andere Wege, die länger, aber nicht weniger schön sind. Wir erklären wir du es machst, welche Wahl du hast und wie du an Karten kommst, auch wenn du nicht 2 Monate vorher reserviert hast.

Wir konzentrieren uns hier auf die spontane günstige Anreise. Anleitungen zu Anreisen mit dem Zug oder den mehrtägigen Wanderungen und wo du Karten vorab kaufen kannst, findest du genug im Netz.

  • Die Anreise
  • Die Wanderung
  • Die Unterkunft
  • Tickets vor Ort
  • Welches Ticket
  • Hoch laufen oder Bus
  • Regeln im Park
  • Das heilige Tal

Die Anreise

Du kannst prinzipiell den teuren Zug nehmen oder den teuren aber spannenden Inkatrail oder Salcantaytreck laufen. Aber wenn du das tun wolltest, wärest du nicht hier.

Wir beschreiben die Alternative: Der Zug nach Machu Picchu hält in Aguas Calientes oder Machu Picchu Pueblo genannt. Dann fährt er aber noch 10 km weiter und endet in Hidroelectrica. Entlang dieser Gleise kannst du ohne den Zug zu nehmen laufen. Das ist nicht nur legal, sondern ein ausgebauter Wanderweg mit vielen tollen Aussichten und auch kleinen Verpflegungen am Wegesrand. Du bist auch nicht alleine, denn viele andere nehmen diesen Weg auch. Touranbieter bieten diesen Weg inzwischen auch an.
Willst du diesen Weg nehmen gibt es zwei Möglichkeiten.
Entweder nimmst du die öffentlichen Verkehrsmittel oder du buchst einen Minivan, der dich bis ca 14Uhr nach Hidroelectrica bringt, wodurch du genug Zeit hast die 2-3 Stunden zum Ziel zu wandern. Diese Transporte kosten zwischen 40-50 Soles pro Richtung. Teilweise gibt es Rabatte für hin- und rück. Wenn du bereits im heiligen Tal bist, kannst du auch in Ollantaytambo zusteigen. (Dort sind die Fahrten meistens bei 50Soles, also teurer, obwohl näher dran). Die Fahrt dauert 4-5 Stunden, die letzen 2 Stunden über abenteuerliche ungeteerte Pisten und sehr viele Serpentinen, aber gewaltige Landschaften.

Die Öffentlichen haben wir nicht genutzt, da wir nicht sicher waren, ob wir rechtzeitig ankommen würden, was durch eine Sperrung am Ende ein riesen Glück war, aber wir beschreiben dir auch diesen günstigsten Weg. Er besteht aus drei Fahrzeugen:

  1. In Cusco oder Ollantaytambo nimmst du den Bus Richtung Quillabamba. Das ist die längste Strecke und du steigst in Santa Maria aus. Der Bus kostet 15-20 Soles und dauert ca 6 Stunden (von Cusco). Deshalb brichst du am besten schon gegen 6 Uhr auf.
  2. Von Santa Maria nach Santa Teresa mit dem Collectivo (Minivan). Dauert 1-1,5 Stunde. Taxis gehen natürlich auch, besonders weil diese Teil 3 mit übernehmen können. Die Strecke wird zur Zeit ausgebaut. Du fährst 1-1,5 Stunden entlang enormer Abgründe auf einer Sandstraße. Das könnte sich nach Fertigstellung vereinfachen. Zur Zeit gibt es hier aber auch stundenlange Sperrungen, weshalb du nicht sicher sein kannst, wirklich rechtzeitig anzukommen. Plane notfalls eine Übernachtung in Santa Teresa ein
  3. Von Santa Teresa nach Hidroelectrica. Auch das hier ist gerade eine einzige Baustelle. Die 9 km zu laufen ist wahrscheinlich nicht schön. Angeblich fahren nur Taxis, wir haben aber auch Collectivos gesehen, da zu bestimmten Zeiten auch der Zug aus Cusco mit Einheimischen ankommt.

    Die Wanderung ab Hidroelectrica dauert mindestens 2 Stunden, geht zwar auch mit Taschenlampe, aber ist eher ungünstig.

Die Wanderung

Erstmal vorab. Die Wanderung ist ein ganz offizieller Wanderweg, den hunderte Menschen gehen. Er ist perfekt ausgeschildert, hat ausser ein paar Meter am Anfang, keine Steigungen, du hast alle paar km Toiletten und es gibt überall an den Schienen kleine Restaurants, Shops oder Wasser. Sogar Unterkünfte. Auch am Startbahnhof sind Unmengen kleiner Shops. Es gibt Duschen und wir glauben auch Unterkünfte. Wasser, Essen, Klo, sogar Moskitospray kriegst du alles.

Du musst dich in einem offiziellen Häuschen regisitrieren, bevor die weiter zum Bahnhof wandern kannst. Wir glauben, dass das die offizielle Anmeldung in Aguas Calientes abgelöst hat, von der man überall liest, weil vor Ort wusste in der Stadt nachher niemand was wir mit Anmeldung meinten.
Auch die Beschriftung der Bude ist falsch. Hier scheint ein Häuschen mit der Beschriftung der Brücke direkt am Machu Picchu versetzt worden zu sein, daher die Aufschrift „Eintritt von 6-14 Uhr und 1,5 Stunden vor der Ticketzeit“ macht gar keinen Sinn.
Nach der Registrierung geht es auch schon los. Vielleicht noch ein belegtes Pan mit Avocado und Käse für 5 Soles schnappen und ab geht die Reise.
Sprüh dich unbedingt mit Moskitospray ein oder trage lange Kleidung. Das gilt auch für Machu Picchu. Es gibt hier winzige Mücken, die unglaublich große Beulen verursachen. Wir haben vollkommen enstellte Menschen gesehen! Schuhwerk ist nicht so wichtig. Einfach etwas wo du gut auf Bahnschotter gehen kannst. Außerdem könnte Sonnenschutz nicht schaden.

Da der Zug nicht in Serpentinen die kleine Steigung im Bahnhof vollzieht, sondern vor, zurück und wieder vor rangiert (Bild), kannst du das hier per Treppen abkürzen und das ist dann auch schon die einzige Steigung dieser Strecke.



Die Strecke ist super ausgeschildert, 10-12 km lang, je nach Schild, hat ein paar super Fotomotive, es gibt Eis, Kaffee, Essen und Getränke. Dennoch läufst du auch lange durch die Natur. Solltest du mit Hund wandern, denk an die teritorialen Hunde auf den Grundstücken am Weg. Im Dschungel am Rand der Strecke gibt es viel Leben.

Du siehst Machu Picchu bereits ab der ersten Brücke, aber wirst das evtl. wie wir erst erkennen, wenn du auf dem Rückweg bist.
Für den Rückweg haben wir uns richtig viel Zeit gelassen, da die gebuchten Busse gegen 14 Uhr abfahren (eher 15 Uhr). Es gab also viel Eis und Kaffee auf der dadurch 4 stündigen Wanderung zurück.

Du kannst auch den Zug von Hidroelectrica nach Aguas Calientes nehmen. Fährt selten und kostet schlappe 33 Dollar für 10 km. Dann weißt du auch warum du läufst.

Unterkunft und Essen in Aguas Calientes

Wie viel Tage du in der Stadt bleiben musst, liegt daran, ob du schon Tickets hast oder nicht, und wie früh du ankommst. Das verstehst du wenn du den Punkt „Tickets“ liest.
Wenn du Abends ankommst, hat evtl. der Ticketverkauf noch auf, aber keine deiner gewünschten Karten mehr. Gar keine, war bisher nicht der Fall.
Wenn du eine bestimmte Karte im Auge hast (meistens Runde 2), dann wirst du 2 mal übernachten müssen. Einmal nach der Ankunft, dann kommt der Tag mit dem langem Anstehen (auch da gibt es die Möglichkeit noch Karten für den selben Tag zu bekommen, aber sicher nicht die, die du willst) und dann die Nacht bevor du hinauf gehst oder fährst.
Vielleicht eine dritte Nacht, wenn du nicht gleich nach deinem Besuch zurück wandern möchtest oder den Bus um 14 Uhr (gebuchte Tour) nicht erreichst oder mit den Öffentlichen nicht irgendwo auf der Strecke zurück übernachten möchtest.
Unterkünfte gibt es ab 20 Euro die Nacht. Essen ist teuer, immerhin gibt es abseits der Massen auch Menue del Dia für 20Soles (nicht günstig, aber immerhin) oder Burger mit Pommes für 15Soles. Ansonste sind hier hauptsächlich Menschen, die sich einen Zug für 120 Dollar leisten wollen, entsprechend sind die Preise für alles andere.

Tickets vor Ort.

Von den täglich 4500 Tickets, werden 1000 Tickets vor Ort verkauft. Verkaufsort: Ministery of Culture
Diese Tickets sind für den darauffolgenden Tag.
Die Tickets werden ab 15 Uhr bis spät abends verkauft.
Aktuell vorhandene Karten für morgen
.
Die berühmte Frühmorgensschlange hat damit nichts zu tun. Hier werden (wahrscheinlich) die Restkarten verkauft, die noch am gleichen Tag genutzt werden können. Dabei handelt es sich meistens um Runden, die niemand laufen will (siehe „Welches Ticket“). Es bietet dir aber die Möglichkeit evtl noch am gleichen Tag hinauf zu kommen. Das haben wir aber nur geschlussfolgert.

Der Ablauf, der im Internet so verwirrenend dargestellt wird ist wie folgt:

Vor 15 Uhr. Irgendwann zwischen 14.30-15.00 kommt eine Dame und verteilt Nummern. Dafür gibt es im besten Fall keinen Pulk, sondern eine gesonderte Anstellschlange.
Wir hatten die Nummer 380 und haben noch locker die Runde 2 bekommen und es waren sogar noch 80 der 300 Karten da. Also keine Panik, wenn eure Nummer noch höher ist. Wir waren die Letzten in der Nummernschlange. Alle anderen nach uns (viele) kamen erst nachdem die erste Nummernvergabe vorrüber war.

Ihr müsst also nicht vor Ort bleiben, wenn ihr die Nummer habt, aber geht nicht zu lange weg, denn danach fängt jemand an mit Megaphon, die Menschen nach ihrer Nummer aufzureihen und in Hundertergruppen hineinzuführen. Ihr wandert dann an den Tickethäuschen vorbei und die Treppen nach oben, wo ihr eine Art Reise nach Jerusalem spielt und durch mehrere Räume auf den Stühlen an der Wand immer weiter vorrückt. Ihr müsst also nicht 2-3 Stunden stehen (Es gibt Klos). Es haben sich auch fast alle an das Prozedere gehalten. Wenn ihr es geschafft habt bis an die Treppe auf der anderen Seite vorzurücken, geht es wieder hinunter und ihr werden den drei bis vier Kassen zugeteilt.

An der Kasse braucht ihr: Den original Ausweis, jede Person im Original, die Runde, die ihr besuchen wollt (siehe welches Ticket), die Zeit und Bargeld (meistens 155 Soles) oder Kreditkarte und ganz wichtig: Die Wartenummer. (Keine Andenkarte oder Registrierung oder was man sonst noch so liest)

Welches Ticket? Zeit und Runde

Da geht es euch wie uns. Was sind das für Runden? Was sind das für Berge? Was soll ich nehmen? Welche Zeit?
Wir wissen bei Weitem nicht alles, aber in vieles können wir Licht bringen. Das was wir nicht ganz sicher wissen, aber geschlussfolgert haben, werden wir mit einem „vielleicht“ kennzeichen.

Die Zeit.

Deutsche haben ja die Angewohnheit immer früh morgens als Erstes hinauf zu wollen. Hier könnte das Contraproduktiv sein, da der Berg die Angewohnheit hat für gewöhnlich morgens im dicken Nebel zu liegen und erst gegen Mittag aufzuziehen. Manchmal regnet es sogar. Es gibt auch andere Beispiele, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es so ist, ist auf jeden Fall höher, als dass es nicht so ist.
Während einige von mystisch reden, brechen andere in Tränen aus, weil es einfach nur eine weiße Wand gibt und das berühmte (und tatsächlich schönste) Fotomotiv nicht da ist. Das muss nicht sein, kann aber. Besonders wenn du mit einem Guide dort bist, wird er nicht mit dir 4 Stunden warten, bis die Wolken abziehen. Für uns war obendrein auch besonders die Kulisse mit den anderen Bergen drum herum das magischte. Auf der anderen Seite: Die meisten Menschen wollen die Tickets morgens und so bleiben genug Tickets für den späten Vormittag oder Mittag, für die Menschen, denen die Aussicht wichtig ist. Entscheiden musst du selbst und vielleicht hast du auch Glück und siehst den Sonnenaufang.
Die aufgedruckte Zeit ist dein frühester Eingang. Wahrscheinlich kannst du mit einer Karte für 11 Uhr bis 11.59 rein. Wir haben aber auch andere länger Zeiträume gelesen. Evtl nachfragen.

Die Runden (Circuits)

Irgendwann (wahrscheinlich) 2023 wurden Runden eingeführt, für die man sich entscheiden muss, die man nur ein eine Richtung laufen kann und die Berge, Brücken usw inkludieren, von denen du evtl nicht weißt, ob du sie brauchst. Die Zeitangaben (der Runden) sind nur etwa Zeiten mit Guides. Du darfst offiziell 4Std drinnen bleiben, was niemand kontrolliert.


Kurze Beschreibung der Karte, die ihr seht (hier Runde 2):
Links über dem Eingang (oberhalb des Waldes) sind die Agrarterassen. Von hier aus habt ihr den Blick auf Machu Picchu, den ihr auf allen Fotos seht, ihr müsst nicht zwangsläufig auf einen Berg klettern.
Aber ihr solltet wegen der Einbahnstraßen erst hier hin und dann in die Stadt, da es sonst keinen Weg mehr dorthin gibt.
Oben raus geht es zur Inka Bridge (wahlweise inkludiert in Circuit 2) oder links oben zum Machu Picchu Mountain (wahlweise inkludiert in Circuit 2, dann keine Brücke). Dieser Mountain ist einer von dreien und er niedrigste. Wir waren da nicht und wissen nicht, ob man da unbedingt hoch muss.
Rechts vom Wald seht ihr Terassen, die ihr nur durchschreitet.
Auch wenn es drei Stadtbereiche gibt, sage ich mal es gibt zwei. Einen vorderen und einen hinteren. Nicht alle Runden gehen überall hin. Außerdem machen innerhalb dieser Runden Tempel und andere Orte zu unterschiedlichsten Zeiten auf und zu, so dass du nie alles siehst, besonders wegen der Einbahnstraßen. Circuit 2 ist auf jeden Fall der längste. Runden, die den hinteren Teil weglassen, machen keinen Sinn.


Die beiden übrigen Berge Huchuypicchu und Waynapicchu liegen auf der Karte ganz rechts. Aus unserer Sicht sind sie sehr hoch. Besonders der zweite. Es gibt ein Tickethaus wo kontrolliert wird. Wer ein Marienkäfer ist, will da sicher hoch.
Bei Circuit 2 sind die Brücke oder der Berg Machu Picchu inklusiv. Wir wissen aber, dass die anderen Berge einzeln kosten. Warum sie auf der Übersicht der verkauften Karten mit aufgeführt sind, wissen wir nicht. Vielleicht hilft da die Preisliste weiter:

Hier sind die Links zu den Runden:
Circuit 1 (2 Stunden) Verkauft wird der als „Cicuit 1 und 2“ und niemand kontrolliert, ob ihr die lange Strecke von 2 lauft. Keine Ahnung warum der extra aufgeführt wird

Circuit 2 (3 Stunden) Empfehlung! Entweder mit Puente Inka oder dem Berg Machu Picchu. Wir hatten die Brücke, die eigentlich nur aus ein paar Brettern über eine Lücke besteht, aber der 15 minuten Weg dahin war schön ruhig und hatte tolle Ausblicke.

Circuit 3 (1,5 Stunden) Ist unserer Meinung nach absoluter Quatsch. Weder Aussicht und nur ein winziger Stadtteil. Wird hauptsächlich von Gruppenreisen gebucht. Auf der „verkauften Karten“ Anzeige ist hier angeblich der Berg Machu Picchu dabei, auf der Routenkarte aber eindeutig nicht. ?!?

Circuit 4 (2,5 Stunden) Recht lang, aber keine Aussicht auf die Stadt von den Terassen links oben. Laut „verkaufte Karten„- Ansicht angeblich mit dem Berg Huchupicchu. Keine Ahnung, aber er führt an dessen Eingang vorbei und von daaus hätte man auch die Aussicht. Wenn das stimmt und ihr gut im klettern seid, ist das bei ausverkauften Karten evtl. eine Alternative, die wir nicht nutzen mussten. Ihr kommt auch nicht auf die Terassen, da ihr gleich unten einen anderen Eingang nehmt (den von 3-5)

Cirquit 5 (1,5 Stunden) Auf der Ansicht mit den verkaufen Karten ist in Rot Llaqta aufgelistet. Die 100 Karten sind auch jedes mal ausgekauft und entsprechen der Runde 5. Es sind scheinbar geführte Touren und / oder hängen mit dem Inka Trail ( der Mehrtageswanderung ) die durch das Sonnentor (links) hierherführt zusammen. Auf jeden Fall sieht es für uns nach keiner guten Runde aus.

Fazit: Versuch Runde 2 zu bekommen. Oder Runde 1, was das gleiche ist. Sind die Karten weg und wir wären fit genug für den hohen Berg, hätten wir vielleicht Runde 4 genommen. Runde 3 und 5 machen für uns keinen Sinn.

Hinauf. Laufen oder Bus?

Nicht nur der Zug ist unfassbar teuer, auch der 20minütige Bus hinauf zum Eingang kostet satte 12 Dollar pro Richtung, weil Monopol. Fangt bloss nicht an zu rechnen, was die jede 20 Minuten verdienen.
Wir haben den Bus nach oben genommen und sind runter gelaufen. Es ist viel Geld, aber als wir oben saßen und die schweißüberströmten fitten Menschen ankommen sahen, waren wir froh darüber. Der Aufstieg ist steil, über Treppen, die ab und zu die Serpentinen der Busse abkürzen und dauert mindestens eine Stunde. Das Klima hier ist eher tropisch, wenn auch nicht brüllend heiß.
Hinzu kommt ein Marsch aus der Stadt von 1-2 km, den du bereits bei der Wanderung hierher gegangen bist. Ein Kontrollhäuschen am Fluss und wenn du vorher oder danach Zeit hast, kannst du das kleine Museum am Fuß der Treppen mit deinem Ticket umsonst besuchen (paar Artefakte, kostenlose Toiletten, viel Text, geöffnet bis 16 Uhr Einlass bis 15.30)
Wenn du mit dem Bus fahren möchtest holst du dein Ticket (ohne Zeitvorgabe) an einem der Schalter oberhalb des Bahnüberganges in der Seitenstraße links. Mindestens eine Stunde vorher fährst du hoch. Es ist genug Platz. Sie starten rechtzeitig morgens.

Auf unserem Weg nach unten haben wir uns Zeit gelassen und auch Tiere gesehen. Vögel, Schlangen, Pampashasen usw.

Möchtest du deine Wanderstöcke auf der Treppe nutzen? Siehe Regeln

Regeln.
Was darf mit rein? Brauche ich einen Guide?

Guide
Fangen wir mit dem Guide an. Während du anstehst, um Tickets zu kaufen, werden Menschen kommen und sagen, dass du ohne Guide nicht hinein kommst. Auch viele Seiten im Internet behaupten das, sind aber fast immer Bookingagenturen. Auf der großen Plane vor dem Ticketverkauf steht etwas von „empfohlen“, diese ist aber noch von vor der Zeit der veränderten Regeln.
Angeblich kostet so ein Guide in der Gruppe ca 8 Dollar oder privat alles von 40 – 200 Dollar.
Vielleicht macht es Sinn einen Guide zu nehmen. Wir haben aber auch von Menschen gehört, deren Guide sie durch das Gelände gejagt hat, um schnell die nächsten zu bekommen und zurückgehen geht halt nicht. Wir müssen aber sagen, dass das nicht so wirkte, als wir vor Ort waren. Auf der anderen Seite wirst du bei so vielen Guides vor Ort gar nicht weghören können und auch so eine Menge mitbekommen. Wir mögen gerne mal einfach irgendwo sitzen, es auf uns wirken lassen und uns vorstellen, wie das Leben wohl war. Das ständige „Vamos“ würde uns ziemlich auf den Sack gehen, zumal fast kein Guide seine Gruppe zur Inka Brücke geführt hat, auch wenn sie enthalten war.
Alles eine Frage des Geschmacks und des Geldbeutels.
Fakt war: Niemand hat am Eingang der Runde 2 nach einem Guide gefragt, obwohl offentsichtlich niemand vor uns einen Guide hatte.


Angeblich darf alles mögliche nicht mit hinein. Als die Regeln neu waren, wurde sogar Wasser aussortiert. Nein Wasser darfst du mit rein nehmen. Wäre auch ungeheuerlich, da du drinnen nirgends Wasser bekommst. Das gilt auch für alles andere.
Das Thema Stöcke hat uns umgetrieben, denn für den Abstieg, wären wir gerne mit den Stöcken gegangen. Da diese den Boden zerstören können und die ganze Stadt allmählich abzurutschen droht, sind diese sogar für Senioren nur bei vorherhiger Genehmigung durch die Kuluturbehörde erlaubt. Ernsthaft? Scheinbar nicht, denn einige hatten Wanderstöcke dabei, wenn auch zusammengeklappt.
Für den Erstfall gibt es eine Gepäckaufbewahrung, angeblich für 5 Soles, wo die hoffentlich rein passen. Kleiner Rucksack darf mit, großer muss auch hier bleiben. Aber absolut niemand hat auch nur hingeguckt. Versucht einfach alles sauber zu halten, den Boden nicht zu zerstören und lasst keine Drohnen steigen.

Es gibt tatsächlich kein Klo auf dem Gelände. Nur davor für satte 2 Soles. Das führt zu Wildpinkeln bei den Routen abseits zu den Bergen.

Wenn ihr oben ankommt und Hunger habt wird s teuer. Aber unterhalb der letzten Stufen verkaufen einige Händler günstigeres Essen, wo alle Guides ihr Pausen machen. Hier gibt es auch Wasser, allerdings auch hier für satte 5 Soles für die kleine Flasche, aber besser als nichts.

Ergo: Alles nicht so wild am Einlass.


Machu Picchu ist nicht alles. Das heilige Tal

Wie vorne erwähnt sind wir von Ollantatambo gestartet, statt von Cusco. Mit dem Colectivo Minivan dauert das ca 2 Stunden und kostet 10 Soles. Das erwähne ich, da das heilige Tal mindestens genauso beeindruckend ist, wie Machu Picchu selbst. Ich wage sogar zu sagen, dass es sogar noch beeindruckendere Dinge gibt. Es gibt einmal die große Burg in Ollantaytambo, die Salinen bei Maras, die fast ausserirdisch wirkende Testanlage bei Moray und die ungelaublichen Anlagen und der kleine „Machu Picchu“ in Pisac. Auch oberhalb Cuscos sind die Mauern der Burg um ein Vielfaches beeindruckender als die Mauern Machu Picchus. Du solltest dir überlegen dir ein oder zwei Tage mehr Zeit zu nehmen, um das komplette Paket zu bestaunen. Dafür gibt es eine Karte, die 10 Tage gültig ist und sowohl im heiligen Tal (zusammen 70 Soles) und den Anlagen oberhalb Cuscos (zusammen 70 Soles) und die Museen der Stadt (zusammen 70 Soles) für insgesamt 130 Soles gibt. Zu erwerben beim Kulturministerium in Cusco.
Zeit für Ollantaytambo, Maras und Moray zusammen 1 Tag. Auch möglich ohne Tour. Werden wir bald hier beschreiben.
Zeit für Pisac 1 Tag. Auch möglich ohne Tour. Werden wir ebenfalls bald hier beschreiben.
Zeit für die Burg und anderen Anlagen oberhalb von Cusco plus Museen. 1/2 oder 1 Tag.

Der Beitrag zum heiligen Tal findest du hier.


Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert