2019,  Spanien

Wir hängen noch immer fest

Google translator, der Boschmann und wir haben herausgefunden, dass es tatsächlich die Ölpumpe ist. Ein Ersatzteil wird geschickt und wenn wir Glück haben kommt es heute an. Die 425€ hätten wir anders gebrauchen können, aber tatsächlich ist sowas einkalkuliert gewesen (sogar höher und in Deutschland wär s noch teurer, da die Arbeitsstunden dort 100€ mehr kosten). Es ist noch nicht 100% sicher, dass danach alles ok ist und das Auto wieder bewegt werden darf, aber wir wollen aus dem Slum und aus dem Wüstenklima raus (Tags 35 Grad nachts 9 Grad)

Wir parken hinter der Werkstatt an einem “Park”

Wie fast überall hier, fragen wir uns, wie man hier leben kann. Alles ist dreckig, alles unschön verbaut, alles nur halb fertig, ganze Stadtteile und Bahntrassen sind im Rohbau stehen gelassen worden. Die Menschen streiten unentwegt. Einzig in der Innenstadt gibt es für die Touristen ein bisschen Leben, aber selbst die Markthalle hat nur die Fleischstände besetzt.Der Rest ist aufgegeben. Außer Supermärkte gibt s kaum was Schönes.

Die fehlenden Bäume, das tote Gras, die enorme Plastikverschmutzung, Verschwendung von Strom, Material und die Gleichgültigkeit gegenüber ein wenig Freude für s Auge tun schon fast weh.

Natürlich macht man immer nur Fotos von den schönen Stellen, weil Fotos von Müll, Kacke und furchtbaren Gegenden will man nicht auf dem Handy haben, außerdem mag ich gar nicht fotografiern, wenn sich die alten Leute aus dem Betonklotz unter dem, nicht in Betrieb genommenen, vollgeschmierten Wartehäuschen der Tram drängeln, weil diese Art “Bushaltestelle” der einzige Ort ist, der Schatten spendet und eine Bank.

Es gibt ab und zu kleine Spots die bewässert werden, dort drücken wir uns rum.

Update: Ersatzteil angekommen wird bis 16 Uhr eingebaut

Update zu den Rohbauten: Die sind tatsächlich alles Opfer der Finanzkrise 2008 als die spanischen Banken die Bevölkerung, wie bei uns um Milliarden betrogen. 

ENDGULTIGES UPDATE: 

der Schaden ist behoben. Das Zahnrad der Ölpumpe war fest. Jetzt glaube wir einfach fest daran, dass die Kilometer (ca 20km) den Motor nicht zerstört haben, aber bis jetzt klingts gut.

Immerhin Fehler gefunden
Den dritten Tag warten
Drei Storchennester

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