2019,  Spanien,  Unterwegs

Europas Schande: Almeria

Wir wollen es uns mit eigenen Augen ansehen, was hier im Süden Spaniens passiert, denn zu wissen, dass hier ganze Landstriche komplett mit Plastikplanen abgedeckt sind, es auf Googelmaps zu sehen oder es perrsönlich zu sehen ist ein riesen Unterschied. Wir kaufen deshalb seit sehr vielen Jahren prinzipiell keine Tomaten, Gurken oder Paprika aus Spanien. Als wir auf die Gegend zufahren wird es bereits hier immer schlimmer. Man sieht manchmal noch ein Hotel aus dem Plastikmeer ragen, aber eigentlich ist alles voll, selbst jeder Hang bis an den Strand.

Als ich mich frage, wie sehr sich das lohnen muss, finden wir bei Google TAZ Artikel und andere, die das ganze Ausmaß beschreiben. Es wird nicht nur alles totgespritzt, auch außen um die Gewächshäuser herum, was wir live sehen. Mitten im Naturschutzgebiet, das natürlich auch abgedeckt wird. Dazu bekommen sie Milliarden an Geldspritzen aus der EU. Die Gegend ist absolut „rechts“, hier hat man zu Beginn der 2000er Jagd auf Ausländer gemacht, hat eine rechtspoulistische Partei, bei den Bonzen, die sie nun geworden sind, die meisten Prozent geholt und das OBWOHL in den Gewächshäusern, fast ausschließlich Sklaven in Form von Flüchtlingen arbeiten, ohne die, die Arbeit nie gemacht würde. Sie arbeiten 14 Stunden am Tag für ca 25 Euro und leben in Hütten aus Müll neben den Gewächshäusern. Wir haben diese Slums mitten in Europa gesehen und obwohl die Minister in der EU wissen, wie diese Menschen hier ausgebeutet werden, wie die Umwelt zerstört wird und Milliarden gescheffelt werden, sieht die EU keinen Handlungsbedarf. Man muss es mit eigenen Augen gesehen haben.

Wir besuchen kurz einen Strand in einem Naturschutzgebiet, das mit Sicherheit verseucht ist. Immerhin treffen wir hier die einzige große Echse bisher in Europa.

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