2022,  Europa,  Polen,  Unterwegs

Krakau

Krakau ist eine Hansestadt gewesen. Das fällt sofort auf. Als Norddeutsche fallen uns sofort die stufigen Giebel auf. Ausserdem haben wir das Gefühl wieder in Hamburg zusein. Warum? Sehr viele Touristen, sehr viel Touristenverkaufsmist, breite Fussgängerzonen mit sehr glatten, wenn auch schönen Fassaden, sehr sauber. Es fehlt uns ein wenig die Muckeligkeit, wie wir im Norden sagen. Dennoch ist es schön und überall gibt es wieder und wieder noch schönere Gebäude zu entdecken. Besser gefällt uns danach das jüdische Viertel, das aber auch eher den Charakter der Schanze in Hamburg hat, mit seinen hippen Bars und veganen Restaurants. Hier fällt uns besonders ein Rundbau auf, in dessen Dutzenden Fenstern kleine Küchen, die meistens heiße Zapiekanka (heiße Baguettes) verkaufen.

Außerdem ein Restaurant, das seine Fensterseite im Stil der alten Kaufmannsläden gestaltet hat. Was uns hier nicht gefällt sind die vielen saufenden und grölenden deutschen und englischen Gruppen die von genauso grölenden Führern schreiend durch die Stadt geführt werden. Das ist ekelerregend. Und auch dass vom alten Ghetto praktisch nichts mehr vorhanden ist, stattdessen aber hochmoderne Investoren Gebäude. Da nutzt auch das winzige Stück alte Mauer nichts. Gefallen hat uns dagegen die sehr große Regenbogendemo. In Polen verdammt wichtig. Außerdem die Milchbars, in denen man -wie üblich – günstig essen kann und wo Hausmannskost serviert wird. Wir haben Pirogi und andere Leckereien probiert bevor wir uns nach 2 Tagen in einen der üblichen Staus gestellt haben um weiter Richtung Auschwitz zu fahren.

Altstadt

Jüdisches Viertel

Die Burg

Demo

Ehemaliges Ghetto

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