2021,  Schweden

Hamra Nationalpark

Auf unserem Weg in die nördlichen Gefilde wurden die Straßen hinter Mora immer unbelebter jedoch gab es ein Schild nach dem anderen, das auf ein Naturreservat hinwies. Fährt man da an vielem vorbei, das sehenswert wäre?
Irgendwann beschlossen wir einfach mal anzuhalten und erwischten dabei statt eines Reservats einen Nationalpark. Den Hamra Nationalpark.
Dieser Park ist nicht irgendein Park, sondern ein kleiner Teil davon ist schon 1909 gegründet worden und damit einer der ersten Nationalparks Europas.
Hier gibt es also einige der wenigen Wälder, die noch nie eine Axt gesehen haben und Bäche, die noch nie für die Flößerei von Steinen befreit worden sind, so dass genug Sauerstoff ins Wasser geblubbert wird, um vielen Lebewesen, die andereswo aussterben, einen Lebensraum zu bieten.



Im Hamra Nationalpark gibt es Schwedens größte Braunbärendichte. (Das behaupet Schweden aber auch von anderen Regionen), es gibt Otter (kreisch), Elche, Biber usw.

Es gibt drei hervorragend ausgestattete Startpunkte. Von der E45 5km, 10 km und 20 km entfernt und über eine Sandpiste erreichbar.
An jeder Stelle sind super saubere Toiletten, Müllsortierstationen, Infotafeln und traumhafte Picknick und Lagerfeuer- Grillplätze eingerichtet. Teilweise wunderschön gelegene Grillstationen auf Plattformen im Moor.



Die Wanderwege sind an moorigen Stellen (meistens) mit Plankenwegen überbrückt. Manchmal kilometerweit. Es gibt beim ersten Parkplatz sogar einen Rollstuhlgerechten Plankenweg von 1 km .

Man kann den ganzen Weg vom ersten bis zum letzten Parkplatz laufen. 12 km durch die Moore mit vielen Schutzhütten, Aussichtstürmen und unterschiedlichsten Lnadschaften.

Wir sind alle 4 möglichen Rundwanderwege gewandert.
Am ersten Parkplatz ist das ein Weg von 3 km um einen See, vorbei an einem künstlich niedergebrannten Wald (weil es in Schweden zu selten brennt – war mir neu) und vielen herrlichen Hjutronbeeren i Sumpf.



Der zweite Weg führte 1 km entlang des Rollstuhlstegs und dann im Bogen durch den ältesten Nationalparkteil mit seinen umgestürzten Bäumen zurück.

Am zweiten Parkplatz, war der längste aber auch schönste Weg. Ewige Strecken führten im Kreis über die Moore. Leider war es teils abseits der Stege doch matschig, aber die Welt durch die wir wanderten war wirklich schön.



Nach einer Nacht am Lagerfeuer am dritten Parkplatz sind wir auch dort noch vor dem Frühstück eine 2 km Runde entlang des Wildbachs gelaufen, in der Hoffnugn auf Otter. Die waren natürlich nicht da. Dafür konnten wir viele Blaubeeren für s Frühstück sammeln.



Der Hamra Nationalpark ist auf jeden Fall einen Stopp wert, wenn man auf der E45 unterwegs ist. Wer mit dem Womo auf den Parkplätzen schlafen will, sollte sich im klaren sein, dass auch „normale Besucher“ noch einen Parkplatz benötigen und sich respektvoll verhalten, sonst wird diese Möglichkeit zu recht bald entzogen. Das betrifft vor allem den ersten Platz.

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