Unterwegs

Peloponnes: Die Finger

Die Ochsenkopfbucht

Diese Bucht ist ein Kunstwerk der Natur. Sie ist praktisch ein Kreis, der nur an einer kleinen Stelle zum Meer hin geöffnet ist. Zu unserer Zeit herrschen hohe Wellen vor, so dass wir das blaue Wasser nicht so erleben, wie es normalerweise aussieht, aber dennoch ist es wirklich schön hier, besonders durch die schöne Dünenlandschaft dahinter und die anschließende Lagune mit Flamingos. Über der Bucht gibt es eine große alte Burg.
Leider war das Wetter nicht so toll um gute Fotos zu machen.

Pylos

Pylos ist eine kleine Stadt an einem beschaulichen Hafen. Hier hatten wir endlich unseren ersten Pita in Griechenland. Immerhin gab s hier kein Ketchup und Majo drin, dafür aber immer noch Pommes. Krautigen Salat scheint es nur in Deutschland zu geben, wenigstens haben wir es nirgends in Griechenland gesehen.
Wir sind hier im Regen, deshalb geht unser Weg heute noch weiter. Aber in Sachen „recht schön hier“ war Pylos, wenigstens auf den ersten Blick sehr schön.

Methoni

Diese Stadt hat eine enorme Burganlage zu bieten. Diese ist eigentlich die alte Stadtmauer einer ehemaligen Stadt mit riesigen Wehranlagen. Die schiere Größe kann man gar nicht fassen, wenn man aussen herum geht und auf jeder Seite und an jeder Ecke, erneut ewig lange Mauern sieht.
Sie sollte ursprünglich einmal vom Festland durch einen tiefen Graben abgetrennt werden, woran auch sichtbar gearbeitet wurde, aber am Ende wurde das Ziel nie erreicht.
Wir laufen auf der einen Seite der Burg aussen am Strand entlang, weil sie bereits geschlossen ist und passen die Wellen so ab, dass wir es bis auf die andere Seite schaffen, von woaus man einen wunderschönen alten (Leucht-)turm sieht, der uns wirklich beeindruckt hat. Er steht dort, als wären wir plötzlich wieder in der damaligen Zeit und als würden hier gleich die alten Schiffe anlegen und wir können uns genau ausmalen, wie majestetisch der Eindruck auf die Seefahrer gewesen sein muss, die hier ankamen, während man bei uns im Norden… naja lassen wir das.

Koroni

Koroni hat insofern eine Bedeutung für uns, als dass wir letztes Jahr im Lockdown in Spanien gleichzeitig noch einem anderen Paar auf Instagram gefolgt waren, die wir nicht kannten und das waren Heike und Gert. Die beiden saßen damals in Koroni fest bzw haben sich hier in einem Haus gemütlch eingerichtet und so ist es für uns sehr spannend den Ort zu erkunden, den wir uns immer nur vorgestellt haben. Leider ist es nicht so gutes Wetter. Es gibt dutzende Katzen und wir frühstücken in einem Taverne, während die beiden uns Tipps geben, was wir unbedingt noch anschauen sollen. So wandern wir in einer Regenpause noch über die Burg und schauen uns die Kapelle mit Orangengarten an. Leider ist das Wetter insgesamt nicht so toll und so fahren wir von hier aus weiter nach Kalamata

Mani

Über die Mani könnte man eine Menge schreiben. Es gibt ganz viele Bereiche der Mani. Insgesamt ist damit die recht wilde Landschaft auf dem mittleren Finger gemeint, wobei der eindrücklichste Part die Bauweise der Häuser ist. Selbst neue Hotels werden alle in dem alten Stil gebau, der hauptsächlich aus großen Feldsteinen besteht. Häuser sind oft eher kleine Türme. An der Spitze des mittleren Fingers befindet sich dann das Kap Tenero, wovon man einen Spaziergang zu dem Leuchtturm machen kann.
Wir sind zu der Zeit hier, als ein riesiger Sturm über Griechenland schießt und als wir endlich weiter fahren können erleben wir die schönen Strände als wilde Buchten mit hoch hinaufschießenden Wellen. Daher ist unser Besuch zwar komplett bis an die Spitze aber kurz.

Gythio und das Schiffswrack

Wieder oben an der Hand angekommen, zurück von der Mani befindet sich der Örtchen Gythio, von woaus man einmal die Woche nach Kreta fahren kann, was unsere Freunde auch machen. Hier gleich um die Ecke befindet sich ein schönes Schiffswrack. Als wir ankommen ist der Parkplatz gerammelt voll mit Wohnmobilen, die hier scheinbar Campingplatz spielen.
Das Wrack an sich liegt wirklich schön am Strand, auch wenn es nicht mehr lange durchhalten wird, so verrostet wie es ist. Aber viele Vögel nisten in den Aufbauten.
Das schönste an dem Strand aber ist, dass wir hier Martin und Louise kennenlernen, mit denen wir uns an unserer „Beach“ zu einem Wiedertreffen verabreden. Sie kommen aus Monemvasia, wohin wir heute noch wollen und so sind wir ab sofort im regen Messengerkontakt.

Monemvasia

Auf dem Weg nach Monemvasia nehmen wir zwei – wahrscheinlich niederländische – Anhalter mit und fahren über den Damm auf den großen Felsen zu. Ich habe mich im Gegensatz zu Ute vorher gar nicht informiert und bin daher umso beeindruckter von der Stadt.
Vor uns ragt ein enormer Felsen aus dem Meer. Ein kleiner Damm macht es möglich mit dem Auto rüber zu fahren, aber unseren großen Wagen stellen wir vorne ab und laufen den einen Kilometer um den Felsen herum.
Von hier aus sieht man nur die Burg oben auf dem Berg.
Erst als wir auf der anderen Seite des Felsens ankommen, sehen wir eine Stadtmauer, die sich schützend vom Meer bis auf den Berg hinauf zieht. Von hier aus sieht man auf dem Berg noch viel mehr Befestigungsanlagen sowie einige Kirchen. Die Stadt selbst betritt man durch einen Torbogen und einige Windungen, nach denen man in der Stadt mit ihren kleinen Gassen und veschlungen Wegen steht, die ständig über und untereinander durch führen. Hiervon eine Landkarte zu zeichnen wäre praktisch unmöglich. Es gibt hier drinnen keine Auto und die meisten Häuser sind neu aufgebaut und sind jetzt Restaurants und Hotels. Das tut der Schönheit der Stadt, der tausend Katzen aber keinen Abbruch. Sie ist zurecht ein Touristenmagnet. Wegen meiner gerade überstanden Krankheit bewegen wir uns nur langsam berauf und als ein Schild daraufhinweist, dass die Oberstadt ab 15 Uhr geschlossen sein soll, machen wir keine Experimente.
Wir kehren stattdessen in einem Gasthaus ein, wo wir die letzten Sonnenstrahlen genießen und von Katzen und Spatzen belagert werden. Hier sind die Preise zum ersten mal unverschämt hoch, was ab jetzt aber in mehreren touristischen Städten der Fall sein wird.
Am Ende schlafen wir im Hafen in der Stadt, weil ich hoffe eine der großen Schildkröten im Hafen zu sehen, die sich hier morgens tummeln sollen, aber leider gibt es die nicht wenn ich da bin. Traurig.


Pounta

Eigentlich wollten wir den windstillen Tag nutzen, um die Simon Beach hinter Elefaniso zu besuchen, die uns Doro und Jonas empfohlen haben, aber da gibt es ein paar Probleme. Man muss mit einer Fähre rüber. Die kostet mit de PKW schon 11 Euro mit dem Camper deutlich mehr. Für einen kleinen Besuch. Wir könnten auch zu Fuß rüber, müssten aber denn 4,5 km um den Berg laufen (nach knapp überstandener Krankheit) und dafür wird es schon bald zu dunkel sein. Räder wären optimal, die haben wir aber zwischen Spanien und Schweden abgeladen. Und ob es dort dann wirklich so unglaublich karibisch blau aussieht, wie beschrieben ist bei dem Wellengang eher fraglich. Aber der Strand am Anleger ist ähnlich schön. Dort kann man aber bereits erkennen, dass das Meer zu aufgewühlt ist, obwohl es recht ruhig ist heute und so genießen wir die Zeit an diesem Strand und sammeln grüne Seeigel, die im Sturm angespült worden sind und streichen durch die überschwemmten Dünen.

Ein Kommentar

  • Louise & Martin

    Ein wirklich sehr schöner und informativer Beitrag zur Peloponnes. Einige Orte haben wir ja auch besucht und da ist es interessant eure Eindrücke dazu zu lesen. Die Begegnung am Schiffswrack mit dem „Campingplatz“ haben wir ähnlich empfunden; umso schöner, dass wir uns dort getroffen haben 😉
    Bis bald und liebe Grüße nach Kreta, Louise und Martin

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